Wer leckeres Gemüse im Garten anbaut, kennt sie nur allzu gut: Die Schneckenplage.
Gut sind die Viecher zwar für lustige Schneckenrennen und begleitende Wetten, für Kinder, die sich an den schönen Farben der Schneckenhäuser erfreuen und zum Ärgern, indem man die Augen an den Fühlern berührt. =)
Aber beim Gemüse-Anbau kennt der Gärtner kein Pardon. Besonders die Nacktschnecken sind gefräßige Biester und müssen bekämpft werden. Nacktschnecken haben einen hohen Flüssigkeitsbedarf und kommen im Garten dann besonders häufig vor, wenn es viele feuchte Schlupfwinkel für sie gibt.
Was kann man gegen Schnecken unternehmen?
- Eine gute Methode ist, den Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen und den Schnecken schlechte Lebensbedingungen zu schaffen. Wirksame Mittel sind also gegen Schnecken: Fichten- oder Kiefernnadeln, Farnkraut, Sand, Sägemehl, besonders aber Holzasche, die man um die gefährdeten Beete verteilt. Schnecken können sich auf diesen stacheligen, oder trockenen Untergründen schlecht fortbewegen und meiden deshalb die Beete.
- Natürliche Helfer in unseren Regionen bei der Schneckenbekämpfung sind Igel, Kröten, Spitzmäuse, Blindschleichen, Drosseln und Stare. Man schone also deren Bestände und fördere deren Fortpflanzung.
- Ganz abgefahren sind auch die indischen Laufenten, die man sich entweder selbst hält, oder sogar ausleihen kann. Die Laufenten vertilgen bis zu 50 Schnecken am Tag, benötigen im Garten jedoch mehrere Wasserstellen, damit die klebrigen Schnecken auch gut verschluckt werden können. Aber Vorsicht, die Enten fressen eben nicht nur Schnecken, sondern auch leckere Beeren und anderes Grünzeug.
- Etwas aufwändiger gestaltet sich das Bauen eines Schneckenzauns. Hier nimmt man entweder besandete Dachpappe, die man im 45°-Winkel Richtung Schneckenplage faltet (sieht im Prinzip aus wie eine Eins, die vor der Schnecke steht) oder verzinktes Blech, das am oberen Rand ein besonders gebogenes Profil aufweist, das Schnecken nicht überwinden können (eine verkehrte Dachrinne). Bei der Metallvariante könnte man aber widerum eventuell die Igel gefährden.
- Funktionieren wird auch die alt-bewährte Bierfalle. Man grabe ein Loch in den Boden, stelle einen mit mir gefüllten Plastikbehälter hinein und schwupsdiwups kriechen die Schnecken von ganz allein dort hinein und ertrinken. Klingt grausam, ist aber äußerst effektiv.
- Genauso wie der tägliche Schneckenrundgang durch den Garten: Einfach die Schnecken einsammeln und ab mit den Biestern in einen Eimer mit Essig-Lösung. Ein grausamer Tod – der Biertod ist wohl besser. ;O)
Zu beachten gilt, dass die große Weinbergschnecke bitte nicht zu bekämpfen ist. Denn die gehört erstens zu den geschützten Weichtieren und außerdem ernährt sie sich nicht von frischem Gemüse, sondern von abgestorbenen Pflanzenresten und sogar von Nacktschneckengelegen.
Bildquelle: pixelio|x-ray-andi


