Tag Archive | "Nachtschattengewächs"

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Die Engelstrompete – anmutig und gefährlich

Posted on 06 Oktober 2009 by Laubenpieper

EngelstrompeteWohl zu den schönsten Kübelpflanzen zählt die Engelstrompete mit ihren verzaubernden, trompetenförmigen Blüten, die bis zu 30 cm lang werden können. Die Blütenfarben variieren: weiß, champagner, gelb, rosa, rot – alle wunderschön anzublicken.
Eine große Engelstrompete kann fünf Meter hoch werden. Wer den grünen Daumen hat, sollte sich also am Besten gleich einen übergroßen Kübel zulegen und noch besser: inklusive Roll-Tableau. Engelstrompeten müssen nämlich im Winter rein.

Ursprünglich stammt dieses Nachtschattengewächs aus Südamerika. Im Sommer benötigt sie also einen voll-sonnigen Platz und den europäischen, frostigen Winter übersteht diese Pflanze nicht im Freien.  Bei 8-10 °C kann die Engelstrompete in einem helleren Raum überwintern, dabei braucht sie trotzdem etwas mehr Wasser und sehr viele Nährstoffe.

Im Frühjahr werden Engelstrompeten meist weit zurückgeschnitten, damit sie nicht allzu groß werden. Während der Wachsumsphase benötigen sie dann sehr viel Wasser und viel Dünger. Und das ganze Jahr über treiben die Pflanzen ihre Blüten aus. In diesem Sommer haben Engelstrompeten jedoch besonders spät geblüht.

Doch so schön die Engelstrompete auch sein mag, es gibt immer einen Haken: Alle Teile der Engelstrompete sind giftig und können beim Verzehr Halluzinationen auslösen!  Also seid bitte vorsichtig mit der Pflanze im Zusammenhang mit kleinen Kindern oder Haustieren.

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Die Kartoffel besonders ertragreich machen

Posted on 17 September 2009 by Laubenpieper

Eine Ode an die Kartoffel. :-)

KartoffelDie Kartoffel ist wohl neben der Tomate das beliebteste Nachtschattengewächs (außer Süßkartoffeln) der Deutschen, denn wir verputzen zirka 67 kg pro Kopf und pro Jahr.
Das klingt jetzt so als würden die Deutschen nichts anders als Kartoffeln essen, aber der Pro-Kopf-Verbrauch hat in den vergangen Jahrzehnten doch drastisch nachgelassen. Um 1900 aßen die Deutschen nämlich  noch 285 Kilogramm pro Jahr und pro Kopf – das entsprach ungefähr einem Kilo pro Tag pro Person! Das muss man sich mal vorstellen!

Aber die Attraktivität des Erdapfels (auf Französisch heißt die Kartoffel pomme de terre; wortwörtlich übersetzt: Apfel der Erde) ist leider immer mehr gesunken. Die älteren Generationen schätzen die Kartoffeln noch immer sehr und kellern sie sogar noch ein, denn über den Hunger im Krieg haben Kartoffeln sehr geholfen. Man spricht auch vom Kartoffel-Indikator. Heutzutage finden die Jüngeren aber eher an zu Chips und Pommes verarbeiteten Kartoffeln Gefallen.

Da freue ich mich doch sehr, dass es einen Leser gibt, der gern wissen möchte, wie man die Kartoffeln noch ertragreicher machen kann. Hier ein paar Tipps:

  • Kartoffeln wachsen am Besten in sandiger Erde in vollem Licht.
  • Man gießt nur bei Trockenheit, vor allem wenn die Knollen zu wachsen beginnen.
  • Grunddüngung 90g/m² bzw. organisch-mineralisch 150g/m². Nach starkem Regenfällen ist Kopfdüngung mit 20g/m² Kalkammonsalpeter günstig.
  • Wenn man die Kartoffeln vorkeimt, werden sie besonders viele Früchte tragen. Dazu stellt man die in Stiegen ausgebreiteten Kartoffeln vier bis fünf Wochen vor dem Legetermin bei 12-15°C hell auf, an schönen Tagen auch im Freien. Die Keime sollten nur 2 cm lang, kräftig und gedrungen sein.
  • Ansonsten Saatkarfoffeln legen. Die kann man im frühen Frühjahr überall kaufen. Die Kartoffeln dann in Steigen ausgebreitet kühl und luftig aufbewahren. Grüne Stellen schaden nichts.
  • Nie vor dem 15. April legen! In rauhen Gebieten und ungünstigen Jahren lieber erst Ende April/Anfang Mai.
  • Steckt die Knollen reichlich so tief in den Boden wie sie dick sind, die Keime müssen nach oben zeigen. Abstand ungefähr 70×30 cm.
  • Und noch etwas:  Schwieriges Unkraut lässt sich durch den Anbau zum Verschwinden bringen, eine Wirkung der Wurzeln, die saugen sozusagen dem Unkraut alle überlebenswichtigen Stoffe weg!

Geerntet wird nach der Blüte, das Laub darf noch grün sein. An der kräftigsten Staude finden Sie wahrscheinlich die ersten großen Kartoffeln. Nach dem Ausbuddeln muss die Erde wieder geglättet werden, damit die kleinen Knollen ordentlich nachreifen können.

Weil Frühkartoffeln nur kurze Zeit aufbewahrt werden können, nie mehr anbauen als in wenigen Wochen gegessen wird. Aus gesundheitlichen Gründen müssen bei den reifen Knollen grüne Stellen vermieden werden.

Viel Spaß beim Anbau im nächsten Jahr!

Bildquelle: pixelio.de|Maria Lanznaster

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