Posted on 27 September 2009 by Laubenpieper
Der häufigste große Schwärmer in unseren Regionen ist der Ligusterschwärmer. Öfter als den Falter, der mit seiner Spannweite von bis zu zwölf Zentimetern wirklich riesig ist, sieht man allerdings die großen, grünen Raupen. Sie tragen an den Seiten rote und weiße Streifen, am Hinterende befindet sich ein gebogener schwarzer Dorn und die Haut ist samtig.
Charakteristisch für die Schwärmerraupen ist die aufrechte Haltung des Oberkörpers in Ruhestellung wie bei einer Sphinx, daher der wissenschaftliche Gattungsname Sphinx ligustri.
Besonders oft findet man die Ligusterschwärmer Raupen an
Ligusterhecken oder Flieder, denn diese Pflanzen sind ihre Hauptfutterpflanzen. Demzufolge werden auch die Eier auf den Unterseiten der Blätter dieser Pflanzen abgelegt.
Ligusterschwärmer Raupen treten meist als Einzelgänger auf und richten kaum Schaden an den Grünpflanzen an. Also bitte verschont die farbenprächtigen Schwärmerraupen, damit sie erfolgreich im Boden überwintern können und es auch im nächsten Jahr wieder viele Ligusterschwärmer geben kann.
Posted on 13 August 2009 by Laubenpieper
Der Weidenbohrer ist ja eigentlich ein Schmetterling, aber seit heute weiß ich auch woher er diesen Namen hat.
Eine riesige Raupe kroch da heute durch den Garten, zwar hatte ich kein Lineal dabei, aber ich würde behaupten, dass sie mindestens neun Zentimeter lang war und so dick wie ein Zeigefinger!
Warnend rot sieht der Rücken der Weidenbohrer Raupe aus und der Bauch knall-orange. Wenn sich die Raupe bewegt, öffnen sich kleine Schlitze in der Bauchseite und die Saugnäpfe kommen heraus. Die Kopfpartie ist schwarz und die Zangenwerkzeuge haben viel Kraft. Die brauchen sie auch, denn die Raupe frisst sich durch die Stämme von Weiden.
Auf meinen Angriff (das Wegschieben der Raupe) mit einem Stein reagierte die Larve des Weidenbohrers mit einem explosionsartig austretendem blutroten Sekret. Dem Stein hat diese Flüssigkeit nichts anhaben können, aber ich bin froh, dass ich diese Schmetterlings-Larve nicht angefasst habe.
Im alten Rom galt diese Raupe als besondere Delikatesse. Für mich unverständlich, aber vielleicht mochten die Römer ja den Essiggeruch, den diese Larven verbreiten.