Posted on 02 Juni 2009 by Laubenpieper

Hornveilchen
Viola ist der altrömische Pflanzenname für Veilchen und schon vergangene Autoren, wie Vergil, Plinius oder Goethe schätzten die Schönheit dieser mehrjährigen Blumenpflanzen. Veilchen sind beinahe die ersten Blumen des Jahres und wohl die wichtigsten Farbspender im Frühling für Gärten und Grünanlagen. Sie blühen farbenfroh und fallen schon von Weitem auf.
Die Gattung der Veilchen ist zirka 500 Arten stark und enthält zusätzlich zahlreiche Unterarten und Variationen und man findet Veilchen-Arten überall auf der Welt. Bei uns in der nördlichen gemäßigten Zone, in den Anden Südamerikas, in subtropischen Regionen Afrikas, in Australien, ja sogar in Neuseeland. Wahre Kosmopoliten also.
In folgende Gruppen lassen sich die Veilchen aufteilen:
- Es gibt die ganz bekannten Garten-Stiefmütterchen mit den eher großen Blüten.
- Duftveilchen die man durch ihren betörenden Duft eher durch die Nase als durch das Auge bemerkt.
- Und sonstige Viola, wie z. B. das an Popularität gewinnende Hornveilchen, dei dem die Blüten kleiner sind.
Hornveilchen, die ich besonders schön finde, verbreiten sich durch reich verzweigte, kriechende Wurzelstöcke (Rhizome) und bilden mit der Zeit breite Polster oder lassen sich auch gut als Kübelbepflanzung nutzen.
Hornveilchen säen sich von selbst aus, oder für ein kontrolliertes Wachstum, kann man die Samen ernten.
Posted on 28 Mai 2009 by Laubenpieper

Schachtelhalm-Sporentrieb
Seit fast 400 Millionen Jahren gibt es ihn, den Schachtelhalm. Ein lebendes Fossil, das im Karbon ganze Wälder füllte und Stämme von über zehn Metern Höhe ausbildete.
Die vielen volkstümlichen Bezeichnungen dieser Pflanze zeigen, wie vertraut die Menschen seit jeher mit dem Schachtelhalm sind. Man kennt den Schachtelhalm unter folgenden Namen:
- Katzenwedel: Wahrscheinlich ist dieser Begriff eher auf das Eichhörnchen (Eichkatze) als auf die gemeine Hauskatze zurückzuführen.
- Pferdeschwanz: Der lateinische Gattungsname Equisetum bedeutet Pferdehaar
- Zinnkraut, Scheuerkraut: Bevor Meister Proper & Co. den Markt regierten, konnte man mit dem Schachtelhalm prima sein Zinngeschirr reinigen.
- Schachtelhalm: Dieser Begriff leitet sich von seinem Aussehen, nämlich dem gegliederten Stengel ab.

Schachtelhalm
Soviel zur Begrifflichkeit, nun aber zu den neueren Themen, die sich um den Schachtelhalm drehen: Als Unkraut ist die Pflanze ein echtes Problem, als Heilmittel und Pflanzenschutz aber unentbehrlich.
Zwar gehört der Schachtelhalm zu den farnartigen Gewächsen (Gefäßsporenpflanzen) und vermehrt sich durch Sporen, aber er bildet ähnlich wie die gemeine Quecke sehr starke, verflochtene Wurzeln, sogenannte Rhizome, die man kaum aus dem Boden bekommt. Deshalb wird der Schachtelhalm oft als Unkraut geschimpft. Aber der Schachtelhalm hat auch seine guten Seiten:
Dank seinem hohen Gehalt an Kieselsäure, verwendet man ihn in der Medizin bei Rheuma, Gicht und Nierenleiden.
Und auch für den Pflanzenschutz lässt sich der Schachtelhalm nutzen:
100 Gramm frisches oder 15 Gramm getrocknetes Kraut werden 1 Tag in 1 Liter Wasser eingeweicht. Dann lässt man die Brühe 30 Minuten schwach kochen, danach abkühlen und gießt sie durch´s Sieb.
Diese kieselsäurehaltige Brühe dann noch einmal mit 5 Litern Wasser verdünnen und vorbeugend gegen Pilzkrankheiten (z. B. Rosenrost) und Milbenbefall bei trockenem Wetter und möglichst an sonnigen Tagen spritzen.
Bildquellen: pixelio.de|Coastdriver|Betty