Tag Archive | "Stare"

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Kirschen fressende Stare

Posted on 12 Juni 2009 by Laubenpieper

KirschenSchon seit ein paar Wochen gibt es wieder dunkelrote Kirschen in den Supermärkten zu kaufen, aber nun sind auch die Kirschen im eigenen Garten reif bzw. auf dem besten Weg ganz reif zu werden. Meist schmecken die eigenen Kirschen eh viel besser als gekaufte und das Pflücken macht viel Spaß. Und wenn man Sauerkirschen essen möchte, bleibt nur die Ernte des eigenen Baums, denn Sauerkirschen gibt es sowieso nicht im Supermarkt, zumindest habe ich noch nie welche dort gesehen.

Aber nicht nur wir Menschen lieben die leckeren Süßkirschen, sondern viele Vögel wie Spechte, Krähen und ganz besonders Stare fahren total darauf ab. Ganze Schwärme von Staren lassen sich auf den Kirschäumen nieder und fressen alles kahl.

Damit wir Menschen mehr von den Früchten haben, um z. B. auch mal Marmelade zu machen, lassen wir uns so einiges einfallen: Wir kaufen riesige hässlich Netze und machen aus den Bäumen grüne Ungeheuer, behängen die Bäume mit den scheußlichsten CDs, die wir noch im Regal haben, stehen klatschend unterm Baum… Aber am effektivsten ist immer noch der Starkasten im Kirschbaum, denn die Eltern-Stare beschützen so sehr ihre Brut, dass sich keine anderen Vögel mehr in den Baum wagen.

Bildquelle: pixelio.de|Claudia Hautumm

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Verhaltensforschung im Garten: Der Star

Posted on 26 Mai 2009 by Laubenpieper

Mama-Star füttert ihr Küken

Mama-Star füttert ihr Küken

Im Grünen passieren so manche kuriose Dinge: Manchmal läuft ein Reh durch den Nachbargarten, morgens wacht man auf und der gesamte Rasen wurde vom Schwarzwild umgewälzt, der Fuchs vergräbt ein Huhn im Blumenbeet und nur ein Bein guckt noch heraus… Alles schon passiert, aber manchmal sind es die kleinen Dinge, die einen erfreuen.

Mama-Star kommt mit ihren zwei Jungvögeln in den Garten geflogen, um nach Futter zu suchen. Mama-Star pickt hier einen Wurm, tippelt ein bisschen weiter, pickt dort einen Käfer und tippelt wieder ein bisschen weiter und ja, wie wir bereits wissen, hat Mama-Star auch einige Schnecken verputzt.

Und die beiden Jung-Stare? Immer hinterher und schön weit die Schnäbel aufreißen, wenn sich Mama-Star doch noch einmal umdreht, um ihren Kindern die Insekten in ihre Mäuler zu stopfen.

Wirklich ein tolles Schauspiel, bis Mama-Star einfach losfliegt und die beiden Jungvögel allein lässt. Man sollte meinen, die beiden Kleinen würden Panik bekommen und schnell hinterher fliegen, aber nein: Ganz in Ruhe laufen die Geschwister los und suchen nun ganz allein Futter.

Einer der beiden Stare war schon etwas geschickter im Futter-Suchen und durchkämmte den frisch gemähten Rasen nach leckeren Insekten, der andere wollte aber nicht zugeben, dass er das noch nicht so richtige kann und entfernte sich in eine andere Richtung. Nach einer Weile hat aber auch er gemerkt, dass es auf dem Rasen mehr Futter gibt und zack: Schon kuschelte er wieder mit dem “Erwachseneren” und suchte das Fressen ganz in seiner Nähe.

Wie die beiden Jungvögel später die richtigen Lieder trillern, um die Weibchen in ihren Nistkasten zu locken, werden sie vermutlich erst später lernen.

Bildquelle: pixelio.de|Meinhard Siedmundt

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Schneckenbekämpfung

Posted on 13 Mai 2009 by Laubenpieper

Wer leckeres Gemüse im Garten anbaut, kennt sie nur allzu gut: Die Schneckenplage.

SchneckeGut sind die Viecher zwar für lustige Schneckenrennen und begleitende Wetten, für Kinder, die sich an den schönen Farben der Schneckenhäuser erfreuen und zum Ärgern, indem man die Augen an den Fühlern berührt. =)

Aber beim Gemüse-Anbau kennt der Gärtner kein Pardon. Besonders die Nacktschnecken sind gefräßige Biester und müssen bekämpft werden. Nacktschnecken haben einen hohen Flüssigkeitsbedarf und kommen im Garten dann besonders häufig vor, wenn es viele feuchte Schlupfwinkel für sie gibt.

Was kann man gegen Schnecken unternehmen?

  • Eine gute Methode ist, den Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen und den Schnecken schlechte Lebensbedingungen zu schaffen. Wirksame Mittel sind also gegen Schnecken: Fichten- oder Kiefernnadeln, Farnkraut, Sand, Sägemehl, besonders aber Holzasche, die man um die gefährdeten Beete verteilt. Schnecken können sich auf diesen stacheligen, oder trockenen Untergründen schlecht fortbewegen und meiden deshalb die Beete.
  • Natürliche Helfer in unseren Regionen bei der Schneckenbekämpfung sind Igel, Kröten, Spitzmäuse, Blindschleichen, Drosseln und Stare. Man schone also deren Bestände und fördere deren Fortpflanzung.
  • Ganz abgefahren sind auch die indischen Laufenten, die man sich entweder selbst hält, oder sogar ausleihen kann. Die Laufenten vertilgen bis zu 50 Schnecken am Tag, benötigen im Garten jedoch mehrere Wasserstellen, damit die klebrigen Schnecken auch gut verschluckt werden können. Aber Vorsicht, die Enten fressen eben nicht nur Schnecken, sondern auch leckere Beeren und anderes Grünzeug.
  • Etwas aufwändiger gestaltet sich das Bauen eines Schneckenzauns. Hier nimmt man entweder besandete Dachpappe, die man im 45°-Winkel Richtung Schneckenplage faltet (sieht im Prinzip aus wie eine Eins, die vor der Schnecke steht) oder verzinktes Blech, das am oberen Rand ein besonders gebogenes Profil aufweist, das Schnecken nicht überwinden können (eine verkehrte Dachrinne). Bei der Metallvariante könnte man aber widerum eventuell die Igel gefährden.
  • Funktionieren wird auch die alt-bewährte Bierfalle. Man grabe ein Loch in den Boden, stelle einen mit mir gefüllten Plastikbehälter hinein und schwupsdiwups kriechen die Schnecken von ganz allein dort hinein und ertrinken. Klingt grausam, ist aber äußerst effektiv.
  • Genauso wie der tägliche Schneckenrundgang durch den Garten: Einfach die Schnecken einsammeln und ab mit den Biestern in einen Eimer mit Essig-Lösung. Ein grausamer Tod – der Biertod ist wohl besser. ;O)

Zu beachten gilt, dass die große Weinbergschnecke bitte nicht zu bekämpfen ist. Denn die gehört erstens zu den geschützten Weichtieren und außerdem ernährt sie sich nicht von frischem Gemüse, sondern von abgestorbenen Pflanzenresten und sogar von Nacktschneckengelegen.

Bildquelle: pixelio|x-ray-andi

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