Draußen auf dem Lande passiert es ja des Öfteren, dass die Menschen Wilschweinen in der freien Natur begegnen. Aber die Viecher werden doch immer dreister: Nachts laufen sie auf dem Gehweg entlang und als Autofahrer ist man nicht einmal mehr in den Orten vor einem Wild-Unfall bewahrt und auch tagsüber haben die Tiere kaum noch Angst vor den Menschen. Neuerdings wissen Wildschweine sogar wie man mit der Schnauze am Besten das Gartentor aushebelt, um doch noch an die leckeren Kartoffeln zu gelangen. Selbst in Neubaugebieten sind Wildschweine immer häufiger anzutreffen und das ein oder andere Wildschwein war sogar schon im Keller solch einer Neubauwohnung gefangen.
Süß sehen die Schweine ja aus, aber wenn die Bachen mit ihren Frischlingen unterwegs sind, sind sie nicht zum Spaßen aufgelegt. Als ich noch jünger war, musste ich mich verängstigt eine ganze Stunde auf einem Fahnenmasten festklammern, weil unten die Wildschweine, unter ihnen auch kleine Frischlinge herumliefen und nach Futter suchten.
Später stieg ich gerade aus dem Auto aus als ich plötzlich bemerkte wie ein paar Überläufer vor mir standen. Voller Panik sprang ich zurück ins Auto und hupte, aber die Wildschweine zuckten nicht einmal. Da musste ich tatsächlich aussteigen und lauthals und mit hochgerissenen Armen auf die Schweine zurennen, damit sie wegrannten.
Und heute waren es gleich drei große Wildschweine mit bestimmt sieben Frischlingen, die es sich vor meinem Garten gemütlich machten. Zwar versteckten sich die Frischlinge brav im Unterholz, aber die Bache sühlte sich schön in der Sonne direkt vor dem Zaun. Das Geschehen konnte ich vom Fenster aus beobachten und von dort ein paar Fotos schießen – leider nur mit dem Handy.
Machen kann man fast gar nichts, wenn die Wildschweine im Garten Schäden anrichten, denn die Jäger dürfen in bewohnten Gebieten nicht schießen. In Ausnahmefällen hilft eine Sondergenehmigung, die bekommt der Jäger aber nur in äußerst abgelegenen Gebieten.
Ich kann Euch nur folgendes raten: Duldung oder eine Mauer bauen.


